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Ostergeschichten
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   Markus 2.0

Anmerkungen:
Der Verfasser beschreibt das Leben Jesu aus der Quelle
von Markus, eines Schülers von Simon Petrus in Rom.
Diese Kurznachrichten bilden die Grundlage für die
gründlichen Notitzen von Matthäus ebenso wie
für den ausführlichen Bericht des Arztes Lukas.

FASTNACHT-ASCHERMITTWOCH-FASTENZEIT Markus 1;12

Schon bald wurde Jesus vom Geist hinaus in die Wüste getrieben. Er war 40 Tage in der Wüste. Derweil wurde er vom Satan geprüft. Er lebte mit wilden Tieren zusammen. Von da an waren die Engel seine Diener.


Palmsonntag Markus 11;1

Nun rückte aber Jerusalem immer näher.
Schon kamen sie nach Bethphage und Bethanien
an den Ölberg. Dort schickte er zwei seiner Schüler
los. Dazu sagte er: Geht in das Dorf direkt vor euch.
Gleich am Anfang werdet ihr ein Fohlen finden.
Das ist da festgebunden. Kein Mensch ist bisher
darauf geritten. Macht es los und bringt es her.

Bestimmt wird euch jemand fragen: Was macht ihr da? Dann antwortet: Der Herr braucht es. Er schickt es aber bald wieder hierher. Also gingen sie hin. Sie fanden das Fohlen an einer Tür festgebunden. Direkt daneben war die Umgehungsstraße. Sofort machten sie das Fohlen los. Da wurden sie von einigen der Umstehenden gefragt: Was macht ihr da? Warum bindet ihr das Fohlen los? Sie gaben ihnen die verlangte Antwort. Die passenden Worte hatte Jesus befohlen. Daraufhin ließ man sie machen.

So brachten sie das Fohlen zu Jesus. Kurzerhand warfen sie ihre Kleidung über den Rücken des Fohlens. Nun konnte er aufsitzen. Viele legten zusätzlich ihre Kleider auf die Straße. Wieder andere schnitten Zweige von den Bäumen. Damit bedeckten sie den Weg. Einige gingen vorneweg. Andere folgten hinterher. Sie alle riefen laut: Rette uns, du Gesegneter! Du kommst im Namen Gottes. Gesegnet ist das kommende Königreich unseres Vaters David. Im Namen Gottes, des Höchsten, rette uns! So kam Jesus nach Jerusalem und zum Tempel. Dort schaute er sich alles genau an. Inzwischen war es Abend geworden. Daraufhin ging er mit den Zwölfen nach Bethanien zurück.

Am anderen Morgen brachen sie von Bethanien aus auf. Unterwegs bekam er Hunger. Schon sah er von weitem einen Feigenbaum mit Blättern dran. Gleich ging er hin. Er wollte wenigstens ein bisschen was dran finden. Doch aus der Nähe betrachtet fand er nichts als Blätter. Überhaupt war es eigentlich noch nicht die Zeit für Feigen. Er drehte sich zu ihm hin. Dann sagte er: Nie mehr soll jemand Früchte von dir essen. Das gilt für immer. Seine Schüler aber hörten das alles.

Inzwischen hatten sie Jerusalem erreicht. Jesus ging dort in den Tempel. Kurzerhand verjagte er aus dem Tempel alle Händler und ihre Kunden. Er warf die Tische der Geldwechsler auf den Boden. Den Taubenverkäufern riss er die Stühle um. Er verhinderte jegliche Hantierungen mit diesen Verkaufsgegenständen im Tempel. Dann begründete er es. Er sagte ihnen: Steht es nicht geschrieben: Mein Haus wird heißen: Haus des Gebets für alle Völker. Ihr aber macht es zu einem Geschäftsmodell für Halsabschneider. Davon hörten die obersten Priester und führenden Theologen. Sie suchten nach einem Weg für seine Beseitigung. Sie hatten nämlich Angst vor ihm. Denn schließlich bewunderte ihn die Volksmenge wegen seiner Predigten.

Derweil war es Abend geworden. Also verließ er die Stadt. Am andern Morgen kamen sie wieder an dem Feigenbaum vorbei. Da sahen sie ihn bis hinunter zu den Wurzeln vertrocknet. Gleich erinnerte sich Petrus und sagte zu ihm: Mein Lehrer, siehst du das Zeichen? Der von dir verfluchte Feigenbaum ist vertrocknet. Jesus antwortete ihnen: Habt Glauben von Gott her. Amen! Ich sage euch: Es werden welche zu diesem Berg hier sprechen: Steh auf und schmeiß dich ins Meer. Sie dürfen aber nicht daran zweifeln. Sie müssen fest daran glauben. Genau nach ihren Befehlen wird es dann passieren. Es folgt aus ihren Worten.

Deswegen sage ich es euch: Ihr dürft um alles im Gebet bitten. Ihr müsst aber vorher schon an die Gebetserhörung glauben. Dann bekommt ihr es. Eines ist beim standhaften Gebet wichtig. Verzeiht euren Gegnern ihre bösen Taten. Euer Vater im Himmel wird euch dann eure bösen Taten auch verzeihen. Ihr könnt eure eigene Vergebungsbereitschaft auf keinen Fall weglassen. Sonst lässt nämlich euer Vater im Himmel die Vergebung eurer bösen Taten auch weg.

Inzwischen war er wieder in Jerusalem. Dort hielt er sich im Tempel auf. Sofort kamen die obersten Priester, die führenden Theologen und die Oberaufseher zu ihm. Die fragten ihn: Aus welcher Vollmacht heraus darfst du das tun? Wer hat dir die Erlaubnis gegeben zu deinen Handlungen? Jesus antwortete ihnen: Auch ich werde euch eine Frage stellen. Könnt ihr mir die beantworten? In dem Fall werde ich euch auch Antwort geben zu meinen vollmächtigen Handlungen. Woher war die Taufe des Johannes? War die vom Himmel oder von Menschen? Gebt eine Antwort. Jetzt überlegten sie ihre Antwortmöglichkeiten. Wir könnten sagen: Sie war vom Himmel. Gleich wird er uns vorhalten: Warum habt ihr ihm dann nicht geglaubt? Sagen wir: Sie war von Menschen? Dann hätten wir allerdings das Volk auf dem Hals. Schließlich hielten sie alle Johannes für einen wirklichen Propheten. Also antworteten sie Jesus: Das wissen wir nicht. Entsprechend erwiderte Jesus ihnen: Dann brauch ich euch auch nichts sagen zu meinen vollmächtigen Handlungen. Gleich danach fing er mit dieser Kurzgeschichte an. Er sprach zu ihnen:

Ein Mann legte einen Weinberg an. Drumherum schichtete er eine Mauer aus Steinen auf. Mitten hinein baute er eine Vorrichtung zum Auspressen der Früchte. Dann mauerte er einen Wachtturm hoch. Er vermietete alles an Weingärtner und ging in Urlaub. Zu gegebener Zeit sandte er einen Angestellten zu den Weingärtnern. Der sollte die Pachtgebühr für den Weinberg bei den Weingärtnern abholen. Sie ergriffen ihn aber und verprügelten ihn. Dann schickten sie ihn mit leeren Händen zurück. Daraufhin sandte er noch einen anderen Angestellten zu ihnen. Den bewarfen sie mit Steinen. Sie verwundeten ihn dabei am Kopf. Zuletzt schickten sie ihn entehrt zurück. Nun sandte er wieder einen anderen. Den töteten sie genauso wie viele weitere. Die einen verprügelten sie. Andere beseitigten sie einfach. Nun gab es noch seinen einen lieben Sohn. Den sandte er zuletzt zu ihnen. Er sagte sich nämlich: Vor meinem Sohn werden sie ja wohl Repekt haben. Die Weingärtner aber sprachen sich untereinander ab: Der erbt das alles einmal. Kommt! Lasst uns ihn beseitigen. Dann gehört sein Erbteil uns. Sie packten ihn und töteten ihn. Dabei schmissen sie ihn aus dem Weinberg.

Was wird wohl der Weinbergbesitzer machen? Er wird kommen und solche Weingärtner umbringen. Den Weinberg aber wird er an andere verpachten. Habt ihr denn nicht diese Schriftstelle gelesen: Es gibt da einen Stein. Den wollten die Architekten schon wegwerfen. Doch nun ist er das tragende Fundament. Das hat Gott so gemacht. Er handelt auf wunderbare Weise direkt vor unseren Augen. Von da an wollten sie ihn verhaften lassen. Sie hatten jedoch Angst vor der Volksmenge. Sie erkannten nämlich folgendes: Mit dieser Kurzgeschichte zielte er auf sie.

Deshalb ließen sie ihn in Ruhe und machten sich davon. Stattdessen schickten sie ein paar ultraorthodoxe Fromme zusammen mit Anhängern des Herodes zu ihm. Die kamen und sagten zu ihm: Lehrer wir kennen deine Wahrheitsliebe. Du handelst unabhängig. Du schaust nicht auf Äußerlichkeiten des Menschen. Nein, du lehrst den wahren Weg zu Gott. Dürfen wir dem Kaiser Steuern zahlen oder nicht? Sollen wir sie ihm geben oder nicht geben? Er erkannte sofort ihre Hinterlistigkeit. Er sagte deshalb zu ihnen: Wollt ihr mich reinlegen? Gebt mir eine Dinarmünze. Ich will sie mir mal anschauen. Die gaben sie ihm gleich. Dann fragte er sie: Von wem ist das Bild und die Inschrift da drauf? Sie antworteten ihm: Vom Kaiser! Also sagte Jesus zu ihnen: Dann gebt doch dem Kaiser das Kaiserliche. Gott aber gebt das Göttliche. Da waren sie schwer am Staunen über ihn.

Da machten sich liberale Reformer an ihn heran. Diese Leute streiten jegliche Auferstehung ab. Sie befragten ihn: Lehrer, Mose hat uns das vorgeschrieben. Angenommen, ein Mann hat einen Bruder. Der stirbt und hinterlässt eine Frau aber keine Kinder. Nun soll der Bruder stattdessen die Witwe heiraten. Dann soll er mit ihr Kinder zeugen. Da waren jetzt aber sieben Brüder. Der erste heiratete die Frau, hatte keine Kinder mit ihr und starb. Der zweite heiratete die Frau, starb und hatte keine Kinder mit ihr. Genauso ging es auch dem dritten. Schließlich hatten alle sieben die Frau geheiratet. Keiner von ihnen hatte Kinder mit ihr. Zum Schluss starb auch noch die Frau. Wie stehen sie nun auf? Mit wem ist die Frau bei der Auferstehung verheiratet? Jesus erwiderte ihnen: Ihr liegt völlig falsch. Ihr kennt weder die Schrift noch die Kraft von Gott. Das geschieht bei der Auferstehung der Toten: Da heiraten sie nicht noch werden sie verheiratet. Sie sind dann wie die Engel im Himmel. Und nun zu den Toten bei ihrer Auferweckung: Habt ihr nicht im Buch von Mose und vom Dornbusch gelesen? Da hat Gott mit ihm so geredet: Ich bin der Gott von Abraham. Ich bin der Gott von Isaak und der Gott von Jakob. Er ist kein Gott von Toten. Er ist der Gott von Lebenden. Ihr liegt völlig falsch.

Nun kam einer der führenden Theologen zu ihm. Der hatte die Streitgespräche mitbekommen. Von daher wusste er auch von seinen schlagfertigen Antworten. Also fragte er ihn: Welches ist das größte Gebot von allen? Jesus antwortete ihm: Das größte Gebot von allen ist: 1. Hör zu, Israel! Gott, unser Gott, ist ein Herr! Du sollst Gott, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, aus tiefster Seele, mit wachem Verstand und vollem Einsatz. Das ist das erste Gebot. Genauso wichtig ist aber dieses: 2. Du sollst deinen Nächsten so lieben wie dich selbst. Es gibt keine größeren Gebote als diese. Daraufhin sagte der führende Theologe zu ihm: Das stimmt, Lehrer. Du hast die Wahrheit gesagt. Gott ist einer und kein anderer ist außer ihm. Und er ist zu lieben von ganzem Herzen, mit wachem Verstand, aus tiefster Seele und mit vollem Einsatz. Außerdem sollst du den Nächsten so lieben wie dich selbst. Beides ist mehr wert als die größten Opfer und Almosen. Jesus erkannte in seiner Antwort sofort die tiefere Einsicht. Darum sagte er zu ihm: Du bist nicht weit weg vom himmlischen Paradies. Aus Angst stellte ihm von da an niemand mehr eine Frage.

Im Tempel ergriff Jesus dann das Wort und lehrte. Er stellte die Frage: Wie können eigentlich die führenden Theologen Christus zum Sohn von David erklären? Schließlich har er, David, mit heiligem Geist gefüllt selbst gesagt: Gott hat geredet zu meinem Herrn. Setz dich rechts neben mich. Dann lege ich dir deine Feinde vor deinen Stuhl zu Füßen. Er nun, David, nennt ihn einfach Herr. Wieso ist er dann sein Sohn?

Die Volksmenge hörte ihm aber gerne zu. Also belehrte er sie weiter mit seiner Rede: Vorsicht vor den führenden Theologen! Die laufen in prunkvollen Gewändern rum. In der Öffentlichkeit wollen sie hochachtungsvoll gegrüßt werden. Im Gottesedienst sitzen sie entsprechend in der ersten Reihe. Beim Buffet müssen sie natürlich als erste ran. Sie lassen sich die Häuser der Witwen als Stiftung vermachen. Als angebliche Gegenleistung beten sie dann lange Sermone. Die werden ihr oberhartes Urteil kriegen.

Jesus setzte sich danach in die Nähe des Klingelbeutels. Er beobachtete dabei die Volksmenge. Wer schmeißt wieviel Geld in den Klingelbeutel? Die reichen Männer warfen große Geldscheine rein. Da kam aber auch eine Frau, eine arme Witwe. Die legte zwei Scherflein rein. Das ist so viel wie ein Heller. Jesus rief sofort seine Jünger ran. Dann erklärte er ihnen folgendes: Diese arme Witwe hat mehr eingelegt als alle anderen. Jene haben zwar den Klingelbeutel vollgeworfen. Aber das war trotzdem nur ihr übriggebliebenes Kleingeld. Diese aber legte trotz ihres Geldmangels alles rein. Mehr hatte sie nämlich nicht für ihren Lebensunterhalt.



Weihnachtsgeschichten nach Markus
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